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first time~

Ich weiß noch genau, es ging mir nicht gut, Freunde wollten sich treffe, naja, Leute, die ich aus dem Internet kannte-aber sehr mochte, mich aufmuntern...was sollte ich schon sagen? Eigentlich hatte ich Null lust...aber ich ging hin...eine freundin und ihr fester meinten sie bringen noch wen mit. Zuerst war ich nicht sehr begeistert...denn es war der Junge, der mich öfter auf dieser Chatform anschrieb....doch irgendwie blieb der Kontakt stets nicht länger als 3 Mails. leer und ohne Bedeutung. Er fragte oft wie es mir geht, doch meist war ich beschäftigt. Ich wusste nicht was ich von ihm halten sollte...zugegeben...ich antwortete auch nie wirklich interessenhaft. Ich ging also unguten Willens und doch mit genug Muße zum Alexanderplatz...warum ausgerechnet immer da sich alle treffen und zueinanderfinden habe ich mich schon oft gefragt. Ich glaube dieser Ort ist irgendwie ein Anziehungspunkt für Menschen...ja für Menschen wie was?...wie wir?...eigentlich nicht... Ich kam aus der Bahn raus und-wieder einmal zu spät...diese Eigenschaft an mir hasste ich wie wahnsinnig. Ich lief hinaus und die Sonne strahlte mir ins Gesicht. Ich glaube es war September...noch nicht kalt aber auch nicht zu warm. Ich trug einen viel zu großen Pulli...blau war er , ich mochte ihn. Shorts...sie stammten von meiner ersten allein-geschnittenen Jeans...manchmal bedaure ich sie abgeschnitten zu haben...und eine Mütze..eine blaue...meine Haare waren blond und ich wollte sie schon lange färben...nur ich fand keinen Anreiz zu welcher Farbe. Ich strich mir durchs Haar und lief durch den Bahnhof, ob ich nervös war? natürlich...ich kannte niemanden. Schon eigenartig, welches Vertrauen wir heutzutage in sämtliche Plattformen haben. Ich sah das Mädchen von den Fotos, dann musste ich grinsen, sie war mir auf anhieb sympatisch und winkte mich mit einem freundlichen lächeln heran. Verlegen kam ich näher, sie und ihr freund waren ziemlich dunkel gekleidet und ich musste auch sofort an meine Zeit als Visu denken...ja, wie versessen ich doch auf japanische Rock-kultur war. Ihr Freund grinste mich ebenfalls an, etwas schief, aber freundlich. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern ob wir uns umarmten oder einfach nur hallo sagten...ist das wichtig? Den großen Jungen neben mir und dessen Begleiter merkte ich vorerst überhaupt nicht, bis er mich ansprach und ich mich zu ihm umdrehte. Irgendwie, erstarrte ich teils in meiner Bewegung...mir wurde aus einem mir unerklärbaren Grund ganz warm und wir begrüßten uns. Ich konnte mir ein beschämtes lächeln nicht verkneifen und war augenblicklich gebannt von dem großen Jungen mit der blauen jeans, den braunen haaren und der schwarzen mütze...und diesen atemberaubenden blauen Augen. Wo ich eben noch geknickt war, ströhmten verwirrende gefühle nur so duch meinen körper. ich konnte den Blick kaum von ihm lassen und wollte mich am liebsten selbst dafür Ohrfeigen. Wie kommt denn das? Stalkermäßig! Wir liefen alle lachend und redend zu dem Brunnen am Alex und setzten uns auf eine dieser Treppen in den Schatten...Er, dessen Namen ich mir zwar gemerkt hatte aber aus unerklärlichen Gründen zu kaum einer zeit erwähnte, setzte sich in die Sonne... Alle fingen an zu reden und ich wollte ihn ansprechen. Doch irgendwie kam mir kein Wort über die Lippen...ich öffnete sie und schloss sie zugleich auch wieder, weil mir einfach nichts einfallen wollte. Was hatte dieser Mensch nur an sich, dass ich einfach sprachlos war? Ich war in Gedanken versunken, daher musste er mir seine Frage zum Zweiten mal stellen, bis ich merkte, dass er mit mir sprach. Seine warme Art und sein wunderschönes Lächeln machten mich nervös und ich war froh im Schatten zu sitzen, da mir ganz warm wurde, ich glaube ich wurde sogar rot... Dieser Mensch, dieser Junge, er saugte mir regelrecht mein Hirn aus und ich konnte kaum klar eine Unterhaltung führen. Wir redeten und ich musste immer mehr lächeln, sosehr, dass es schon fast wehtat. Ich musste ihn mustern und einfach feststellen wie schön ich ihn fand. Ohne mir jedoch bewusst zu werden, dass er bereits anfing ohne worte, nur mit dieser Art...einen Platz in meinem Herzen zu gewinnen. Wir lachten noch alle eine Weile, alberten rum, die Jungs machten Späße auf der Parkbank und der Tag wurde eine der schönen Erinnerungen, die ich immer bei mir trage. Ich war noch zum feiern eingeladen und keiner wollte, dass ich gehe, jedoch musste ich, obwohl ich gern bei dem Jungen und seinen Freunden geblieben wäre... doch wusste ich auch, dass es nicht die letzte Begegnung war... und soll man nicht immer dann aufhören wenn es am schönsten ist? ♥
13.4.11 18:33
 


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